Fachforum: Public Relations

Öffentlichkeitsarbeit muss systematisch geplant und zielgenau gesteuert werden. Seit 20 Jahren ist dies ein Anliegen der Kulturmanagement-Lehre in Ludwigsburg. Aber lässt sich die Öffentlichkeit selbst auch systematisch planen und zielgenau steuern? Lebt nicht gerade die kulturelle Öffentlichkeit von unberechenbarer Kreativität? Schließlich: In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Nutzen bei der konzeptionellen Herangehensweise? Brauchen Kulturbetriebe überhaupt Kommunikationskonzepte, die viel Zeit kosten und wenig Wirkung zeigen? Das sind Schwerpunktfragen, die im Fachforum Public Relations auf dem Ludwigsburger Kongress zur Debatte stehen.

Folgende Experten aus den Bereichen PR-Theorie, PR-Praxis und PR-Konzeption diskutieren mit Ihnen:

Prof. Dr. Günter Bentele, Universität Leipzig; Kommunikationswissenschaftler; seit 1994 Inhaber des Lehrstuhls „Öffentlich-keitsarbeit und Public Relations“ am Institut für Kommunikations- und Medien-wissenschaft der Universität Leipzig; Verfasser eines eigenen Ansatzes zur PR-Wirkung; Herausgeber der wichtigsten Standardwerke zur PR-Forschung; 2004 zum „PR-Kopf des Jahres in Deutschland“ gewählt, 2007 zum „Professor des Jahres“.

Renée Hansen, Inhaberin einer eigenen PR-Beratungsagentur in Frankfurt a.M.; Kunsthistorikerin und Medienwissenschaftlerin mit Studium in Marburg; seit 1995 PR-Beraterin bei Frankfurter Agenturen; zeitweilig Direktorin der Unternehmenskommunikation bei Burson-Marsteller; 1996 Mitautorin der ersten Monographie zur PR-„Konzeptionstechnik“; 2004 Mitautorin im GEP-Handbuch „Öffentlichkeitsarbeit für Nonprofit-Organisationen“.

Prof.’in Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim; Kunstpädagogin und Kunstvermittlerin; umfassende Erfahrungen in der Kulturberatung v.a. Berliner Institutionen; Verfasserin des derzeit wichtigsten Buches zur Kultur-PR (2009); Leiterin des Studienbereichs Kulturmanagement und Kulturvermittlung an der Universität Hildesheim mit Schwerpunkt Kulturmarketing.

Der Gewinner/die Gewinnerin des call for papers wird die Expertenrunde komplettieren.

Ablauf:

Die Experten beziehen während eines Kurzvortrags (20 min.) Stellung zu den oben genannten Fragen. Dazwischen bleibt Zeit für Nachfragen und Diskussionen. Im Anschluss an alle Gastvorträge findet eine Gesprächsrunde statt. Hierin werden – im Sinne des Kongresstitels – Visionen für die Öffentlichkeitsarbeit der Kultur im Jahr 2030 entwickelt.

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Eine Antwort zu “Fachforum: Public Relations

  1. Jette Schädlich

    Müssen denn Konzepte Kreativität ersticken und dann auch noch zeitintensiv und wirkungslos sein (wie im ersten Absatz erwähnt)? Woher kommt diese einseitige Einstellung zu Konzeptionen, der wir in vielen Kulturbetrieben begegnen? Ist diese Meinung immer noch vorherrschend oder tut sich nach 20 Jahren Kulturmanagement auch etwas in diesem Bereich? Meiner Meinung nach können Konzepte auch Kreativität fördern – indem sie viel Zeit einsparen und einen Anlass zu Innovationen geben. Aber das wird ja dann sicher rege mit den PR-Experten diskutiert und an Praxisbeispielen abgewogen. Ich bin gespannt.
    Viele Grüße
    Jette Schädlich

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